Ich freue mich auf die Stille und die Zeit für mich

«Auf was freust du dich am meisten wenn die Corona-Zeit durch ist?» Meine Antwort ist ganz klar – auf die Stille und auf «MEINE ZEIT» ZEIT FÜR MICH – auf die Offline-Minuten – welche ich immer wieder im normalen Alltag habe – es sind nicht Stunden – sondern Minuten – zum Beispiel die 30 Minuten nachdem die Kids zum Haus raus sind und ich in völliger Stille meinen Kaffee trinken, mich schminken, anziehen und danach ins TrèsOr. radeln kann. Oder wie vermisse ich die Minuten nach dem Mittagessen, wo ich in aller Ruhe die Küche aufräumen, mit unserer Hündin spazieren oder den Haushalt erledigen kann – ohne ständig davon rennen zu müssen – weil einer meiner Jungs etwas möchte… es sind lauter so kleine Pausen-Zeitfenster, welche mir aktuell unheimlich fehlen. 

Wie wird es wohl danach? Wird es wieder so wie vorher? Vor kurzem war ich das erste Mal seit Mitte März mit den Kids bei meinen Eltern - mit Abstand, Mundschutz und im Garten – Vovo (Grossmami) und Willy (Grosspapi) hatten «so fescht längi Zit» und die Jungs auch. Wie freute ich mich auf dieses Zusammentreffen – es war jedoch so seltsam. Was normalerweise das Gefühl von «immer noch mein zu Hause» und «Geborgenheit» auslöste, waren es dieses Mal Gefühle – wie kann ich es beschreiben – als würde ich etwas Verbotenes machen – ich war die ganzen 20 Minuten wie «auf dem Sprung» so seltsam - so komisch! Vorab freute ich mich so, mein erster Schritt in Richtung Normalität, jedoch NORMAL fühlt sich anders an .

Nun der nächste Schritt; Schulstart. Wie werden sich die Kinder fühlen? Meine Jungs freuen sich, aber dennoch haben sie viele Fragen – dürfen wir in der Pause Fussballspielen, dürfen wir den Schulweg gemeinsam gehen, werden wir turnen und und und.

 

Meine Jungs sind schon sehr geprägt von der ganzen Situation – heute beim Besuch der Naturheilpraktikerin wollten sie partout keine Türfalle anfassen, nicht absitzen und die Jacke sicherlich nicht an den Hacken – den hat sicherlich jemand angefasst…ich denke die meisten Kinder werden die Schutzmassnahmen sehr gut umsetzen können, denn es ist ihr Alltag – unser Alltag.

Aber ich freue ich mich riesig darauf unseren Laden zu öffnen, Kundinnen zu begrüssen auf den Austausch mit Erwachsenen 😉 – denn diese Zeit stayathome hatte es in sich – wer kennt das auch, sich in der Toilette oder im Schrank zu verstecken damit man in Ruhe telefonieren kann – irgendwie wurden meine Jungs unselbstständiger – und wieso werde immer ich angesprochen – auch wenn Papa extra frei nimmt um mit ihnen Homeschooling zu machen, damit ich mich voll und ganz dem Homeoffice widmen kann – oder eben könnte – denn irgendwie richten sich alle Fragen oder Kommentare wie: «Mama schau mal wie kalt das Wasser in meinem Becher ist» (sehr wichtig 😉) an mich. 

Was werde ich ab nächster Woche vermissen? Die gewonnene Familienzeit und keine Termine zu haben, denn zum ersten Mal seit ich Mama bin, habe ich alle Termine im Griff auch ohne Agenda und Erinnerung 😉.

 

#bleibtgesund - herzlich eure Isabella

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